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Interview by the-gothicworld.de

Es ist 15:00 Uhr in Köln im Palladium und wir haben vor der Show ein Interview mit TUOMAS HOLOPAINEN, dem Keyboarder von NIGHTWISH. TARJA liegt leider Backstage mit Grippe und versucht, ihre Stimme zum Gig wieder hinzubekommen. Und dann ist TUOMAS auch noch furchtbar gelangweilt und wir halten es recht kurz. Ich kann es verstehen, ist er doch schon seit Stunden Fragen der hier zahlreich versammelten Journalisten am beantworten...


Tuomas (Nightwish)GW: Hallo und danke, dass du dir Zeit für ein kurzes Interview genommen hast, Tuomas.
Tuomas: Kein Problem. Das ist ausser dem Soundcheck nur leider der langweiligste Teil der ganzen Tour. Ich mache Interviews grundsätzlich lieber in Ruhe, ohne den ganzen Tourstress, dann kommt einfach immer mehr bei rum.

GW: Na denn, lass uns kurz mit "Century Child" anfangen. Einige Kritiker und Fans sagen, dass es für NIGHTWISH zu hart wäre, die ruhigen Songs kämen zu kurz. Kannst du mir etwas über die Entwicklung des Albums erzählen?
Tuomas: Ja, es ist definitiv das härteste und dunkelste NIGHTWISH Album, dass wir bis jetzt gemacht haben, aber ich denke, dass es sehr viel vom NIGHTWISH Stil hat, nur etwas rauher als vorher. Die Gitarren und der Bass sind heftiger und diese Entwicklung war bei mir schon da, bevor ich den ersten Song für dieses Album geschrieben habe. Es war eine bewusste Entscheidung es so zu machen. Mit jedem Album möchte ich etwas Neues erleben. Ich möchte nicht dasselbe Album zweimal machen. Ich fühlte mich diesmal nach einem härterem Album, genauso nach einigen Male Vocals, Orchester, Chören. Ich möchte immer etwas Neues finden. Nächstes mal könnte es noch härter sein oder auch leichter. Ich weiss es noch nicht.

Tarja (Nightwish)GW: Wie nehmen die Fans die neuen Songs bei Euren Liveshows auf?
Tuomas: Sie nehmen sie sehr gut auf. Ich denke, sie achten eher drauf, wie sich die neuen Songs live anfühlen. Es ist nicht so, dass jeder verrückt wird, wie wenn wir "Wishmaster" spielen. Aber da sind ein paar Songs, die live sehr gut funktionieren, als Beispiel "Dead To The World" und "Slaying The Dreamer". Sie funktionieren live wirklich schön.

GW: Ihr habt bei der Tour zwei Support Bands. Wie wurden sie von den Fans aufgenommen?
Tuomas: Sie wurden sehr gut akzeptiert – besser als ich dachte. Wir haben ein wirklich gutes Paket geschnürt mit uns drei. Es war meine eigene Entscheidung AFTER FOREVER mitzunehmen, da ich diese Band sehr schätze und ich denke, dass wir eine gute Kombination abgeben. Wir spielen von der Art her die selbe Musik, aber sind immer noch zwei unterschiedliche Bands. CHARON ist ebenfalls eine wunderbare Gruppe und werden auch von den Fans sehr gut aufgenommen. Die Chemie zwischen uns allen ist perfekt. CHARON sind typische finnische Rednex, so wie wir und die Holländer (AFTER FOREVER) sind auch sehr nett. Es gibt generell keine Probleme.

GW: Zurück zur Tour. Wieviel der alten Songs spielt ihr?
Tuomas: Da es die "Century Child" Tour ist, spielen wir sehr viele der neuen Songs, aber natürlich integrieren wir Songs von jedem Album. Wir spielen einen Song vom ersten Album, zwei Songs von "Oceanborn", vier von "Wishmaster" und natürlich "Over The Hills And Far Away"

GW: Zum Schluß kurz vielleicht noch kurz deine Pläne mit NIGHTWISH...
Tuomas: Du hast bestimmt gehört, dass wir nächstes Jahr Pause machen. Das wird definitiv nur ein Jahr, in dem wir aber ein paar Festivalshows spielen werden, wahrscheinlich auf dem WACKEN 2003. Wir machen Pause, werden uns aber nicht in Luft auflösen! Aber es gibt weder eine neue Tour noch ein neues Album! Ich werde neue Songs schreiben, aber wir gehen erst nach der Pause wieder ins Studio.

GW: Dankeschön, gute Besserung an Tarja und viel Spaß beim Auftritt.
Tuomas: Aber sicher doch, besten Dank!